Ausblick
Wenig passiert hier in den letzten Tagen, das soll sich natürlich ändern. Unterstützen wird uns ein neuer Autor, der in den nächsten Tagen das erste Mal posten wird. Olympia steht mehr als vor der Tür, da gibt es viel zu kommentieren.
Ich hab in der letzten Zeit viel gearbeitet, mehr dazu hier. Und scheinbar auch viel verpasst. Am Samstag bei der Sportschau bin ich aus allen Wolken gefallen, als ich die Bilder von Andreas Reinke sah. Da fragt man sich, wo war die Zeitung Donnerstag und Freitag...
Nicht verpasst hingegen der Beginn des Wettskandals in der NHL. Aber ich dachte mir, da bin ich mal vorsichtig. Dogfood hat das aufgegriffen, und mehr will ich auch nicht spekulieren. Denn, obwohl es nichts gibt was es nicht gibt, müsste Gretzky schon arg dämllich, sprich ein Idiot, sein, wenn er tatsächlich schuldig wäre. Ergo, denke ich, Optimist wie eh und je, es wird eine Erklärung geben. Falls sich Gretzky als unschuldig und Tocchet als schuldig herausstellen, möchte ich allerdings nicht in Tocchets Haut stecken. Gut nur, das Gretzky nie der Schläger war. Ich bin gespannt, was der Leodator zu diesem Thema zu sagen hat.
Happy Birthday, Chris Chelios
Donnerstag Nacht bei der Premiere-Übertragung von Detroit-Vancouver wurde ich erinnert, Chris Chelios wurde dieser Tage 44 Jahre alt.Selbst für Schach und Snooker wäre dies ein reifes Alter, doch im "aktiven" Sport, eine echte Leistung. (Wobei: Im Eishockey häufen sich die Fälle, wo die Herren spielen, bis sie 40 sind - ich nehme an, um die hohen Schecks, die es in ihrer Jugend noch nicht gab noch auszukosten. In der Zukunft wird dies die Seltenheit bleiben.)
Schlittschuhlaufen ist zwar bekanntermaßen Kniegelenke schonend, aber - bei aller Liebe - eine Eishockey-Saison mit 82 Spielen, (in dieser Saison bedeutet dies wg. der Olympischen Spiele zwischen 2-4 pro Woche/vgl. DEL mit 2 Spielen, Fußball-Bundeslige 1-2), dazu noch die Play-Offs, Eishockey ist kein Mädchensport.
Und man darf nicht vergessen, dass Chelios nicht etwa der 6. Mann ist. Er war zwar vor der Saison als Verteidiger No. 5 eingeplant, nach den Verletzungen von Niklas Kronwall und Jiri Fischer ist aber No. 3 und in Power-Play und Unterzahl-Situation sowie am Spielende auf dem Eis. Eine echte Aufgabe also, keine ruhige Kugel auf dem Altenteil. Umso beeindruckender, wie Chelios sich in der Off-Season gewissenhaft vorbereitet und in den letzten Jahren in besserer körperlicher Verfassung zum Trainingsbeginn erscheint, als in den Zeiten, als er drei Norris-Trophys gewinnen konnte (Bester Verteidiger der NHL).
Für mich einmal mehr die Bestätigung, dass in der deutschen Fußballbundesliga hauptsächlich Mädchen spielen...
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Mario Lemieux erklärt Rücktritt
Wortwelt war schneller: Mario Lemieux erklärt seinen Rücktritt.Schade drum, aber keine Überraschung.
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NHL bald im iTunes Music Store?
Tja Premiere, da kenne ich dann schon mal zwei die über eine Kündigung nachdenken, wenn es keine Bundesliga mehr gibt. Denn via Micro Persuasion kommt die Nachricht, dass die NHL kurz vor Abschluss eines Deals mit dem iTunes Music Storesteht.
Lieber guter Weihnachtsmann, bitte schenke mir Spiele für 1,99 Euro, rückwirkend bis 1987, was die NBA kann, kann die NHL doch schon lange!
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Uns Uwe
"Keine Experimente, sondern Uwe Krupp" lautet die Überschrift in der FAZ. Schade kann da nur sagen, denn die Sahne-Lösung ist das nicht. Gar nicht.Sicherlich, der deutsche Hockeyfan erinnert sich gerne an den Frühsommer 1996 als Krupp mit seinem Tor in Triple-Overtime den Stanley Cup nach Colorado holte, aber das machte ihn nicht zu einem besseren Verteidiger. 810 NHL-Spiele in 15 Saisons ist nicht viel und 75 Tore erst recht nicht. Krupp mag ein netter Mensch sein, aber er ist sicher kein Eishockeygott.
Krupp lebt seit Jahren in den USA und wird da auch weiter seinen Mittelpunkt haben, gewissermaßen der Klinsmann des Eishockey. Das wird jedoch bei Krupp noch weniger funktionieren als bei Klinsmann, denn Eishockeytrainer ist ein Knochenjob.
Dazu kommt, dass Krupp vor seinem Engagement als Assistent von Ex-Bundestrainer Greg Poss gerade mal als Jugendtrainer gearbeitet hat, also wenig Erfahrung geschweige denn Erfolge vorzuweisen hat.
Im Übrigen, und da blicke ich mal in meine Bibel, hat Krupp 729 Spiele in der regulären Saison gemacht, also fast die Hälfte der in 15 Saisons möglichen 1230 Spiele nicht absolviert, entweder aufgrund von Verletzungen oder als Scratch. Bei mir ist er nicht zuletzt wegen des Hundeschlittenunfallstreit (!) mit Detroit in schlechter Erinnerung. Will sagen: Ich bezweifle, dass er zu diesem Zeitpunkt das nötige Engagement, Wissen und Karma mitbringt, um eine Mannschaft, die von Poss in den letzten zwei Jahren ordentlich runtergewirtschaftet wurde wieder auf den richtigen Weg zu lenken.
Zitat aus der FAZ:
Thornton zu den Sharks, Sturm, Stuart, Primeau zu den Bruins
Wow, das ist doch mal eine Nachricht zum Wachwerden. Das Management der Boston Bruins hat es mal wieder geschafft, sein Unvermögen zu zeigen. Die Boston Bruins traden ihren Kapitän Joe Thornton zu den San Jose Sharks. Klar, wir reden immer davon, nicht den Trainer zu feuern, wenn es mal nicht so läuft, aber den Franchise-Spieler abzugeben, den Spieler, um den die Mannschaft aufgebaut ist? Und warum jetzt? Wenn man kein Vertrauen in seine Qualitäten hat, warum dann nicht vor der Saison, da gab es doch genug Angebote? Wie dem auch sei. Die Bruins bekommen mit Brad Stuart wichtige Verstärkung in der Verteidigung, doch man darf gespannt sein, wie Glenn Murray ohne Thornton das Tor trifft.
Und bei San Jose? ESPN-Experte Barry Melrose freut sich auf den 1-2 Punch aus Marleau und Thornton, aber was ist mit der Verteidigung: Offense wins Games, Defense wins Championships kann man da nur sagen. Ich habe nicht im Kopf, wie weit dieser Trade die Salary Cap von SJ belastet, wenn da noch Platz für einen Verteitiger ist wäre das gut.
Wir werden sehen, wo diese Teams nach der Hälfte der Saison stehen.
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Fast ein zweiter Bertuzzi
Erstmal vielen Dank an das Kommentatoren-Team der LA Kings ? ich schau immer mit Originalkommentar und die beiden Herren haben viel erklärt, sehr zuschauerfreundlich.Beim gestrigen Spiel der LA Kings in Nashville kam es dazu, dass Sean Avery Paul Kariya in die Bande geschubst hat. Und da er das mit Paul Kariya gemacht hat, klein aber ganz gut am Puck, fanden die Nashville Spieler das allesamt nicht gut. Besonders Hordichuk dachte, insbesondere da die Predators mit 4:0 vorne lagen, dir zahle ich es heim: Bei der nächsten gemeinsamen Shift mit Avery checkte er ihn in die Bande und machte sich über den auf dem Eis liegenden Avery her, der sich wiederum klein machte und mit den Händen den Kopf schützte.
In der Wiederholung sah das fast so aus, wie damals die Aktion bon Todd Bertuzzi gegen Steve Moore. Mit "intent to injure" wie es so schön heißt, der Absicht zu verletzen. Fliegt Avery etwas unglücklich in die Bande kann er sich nicht schützen und wer weiß was passiert. Nach einem Blick auf die Statistik sieht man, dass Hordichuk kein Kind von Traurigkeit ist und zuschlagen kann, der weiß was er tut. In diesem Fall aber wohl nicht, was er lassen sollte...
Antwort
Aus dem Nobelpreis kann man kein Bier trinken...Brett Hull geht in Rente
Eklund schrieb schon vor ein paar Tagen, dass einige ältere Spieler mit der 'neuen' NHL Probleme haben, heute erreicht uns die Nachricht, dass Brett Hull seine Schlittschuhe an den Nagel hängt. Schade und mit Sicherheit eine Folge des Lockout ist. Nach einem Assist und reduzierter Eiszeit in den ersten fünf Spielen hört er auf und macht Platz für jüngere.Bilanz von 20 Saisons:
3 Stanley Cups
741 Tore (dritter der Bestenliste) und 650 Assists
86 Tore bzw. 131 Punkte in 90/91
Wenn ich mich recht entsinne hat er auch den Rekord für Play-off Overtime Game-winning-goals, der Weg in die Hall-of-Fame in Toronto ist also mehr als frei.
Fernsehabend
Gestern Abend, erst Fußball, Grottenkick mit einem unbefriedigenden Ausgang: Das Anschlusstor von Neuville hätte nicht sein müssen. Danach kurz noch mal op'n Swutch, bevor um 1:00 Uhr die Live-Übertragung auf Premiere beginnt. Den Saisonopener habe ich leider verpasst, aber seit Freitag läuft Premiere, so dass es ich mir Montreal gegen Toronto noch anschauen konnte. Klares Urteil, es macht sofort wieder Spaß. Und die neuen Regeln scheinen zu wirken, allein gestern gab es zwei Spiele mit jeweils 13 Toren. So nahmEtwas zum Thema Psychologie: Nach dem die Atlanta Thrashers in der ersten Drittelpause bekannt gaben, dass Star-Stürmer Kowalchuk unterschrieben hat, schoss das Team acht Tore in Folge.
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